Die Ohrenqualle (Aurelia aurita) ist ein faszinierendes Meerestier, das in den Ozeanen weltweit vorkommt. Bekannt für ihren durchscheinenden, tellerförmigen Körper und die vier deutlich erkennbaren, hufeisenförmigen Gonaden, die durch ihren Schirm sichtbar sind, ist diese Qualle ein wahres Naturschauspiel. Im Gegensatz zu vielen anderen Quallen besitzt die Ohrenqualle kurze, sanfte Tentakel, wodurch ihr Stich mild und für den Menschen meist harmlos ist.
Diese Quallen sind ökologische Generalisten und gedeihen in unterschiedlichsten Lebensräumen, darunter Flussmündungen und Häfen. Sie bevorzugen gemäßigte Gewässer mit Temperaturen zwischen 6 und 31 °C und können sogar sauerstoffarme Bedingungen tolerieren, was ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Meeresarten verschafft.
Ohrenquallen ernähren sich von Plankton, Weichtieren und kleinen Organismen mithilfe ihrer mit Nesselzellen besetzten Tentakel. Trotz ihrer Einfachheit – sie besitzen weder Herz, Gehirn noch Lunge – weisen sie eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit auf, einschließlich der Fähigkeit, ihren Lebenszyklus unter bestimmten Bedingungen umzukehren, ähnlich wie die „unsterbliche Qualle“!
Diese ätherischen Geschöpfe erinnern uns an das Wunderbare und das empfindliche Gleichgewicht des Ozeans und spielen eine wichtige Rolle in den marinen Ökosystemen.